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E-Mail

99 Euro SMS

Ein HandyEs fing alles ganz harmlos an: Eine SMS wollte verschickt werden. Das Guthaben auf dem Handy war mal wieder leer, also ab ins Internet und nach kostenlosen SMS-Diensten gesucht. Schnell wurde eine Seite gefunden, und da gabs sogar eine Playstation zu gewinnen. Also SMS eingetippt, Namen und Adresse fürs Gewinnspiel dazu, und schon war das Ganze vergessen. Zwei Wochen später kam dann eine Rechnung: Man habe einen zweijährigen Vertrag mit dem Betreiber der SMS-Seite abgeschlossen, und das kostet 99 Euro. Man sei auf jeden Fall verpflichtet, das Geld zu bezahlen, wenn nicht würde der Gerichtsvollzieher kommen, es gäbe einen negativen Schufa-Eintrag und sonst noch ganz viel böse Sachen. Und wenn man bei dem Alter geschwindelt habe, dann sei das Betrug. Was also machen mit der 99 Euro SMS?

Grundsätzlich sollte man misstrauisch bei der Verschickung einer "angeblich" kostenlosen SMS über das Internet sein. Denn für den Versand der SMS ist es ja nicht notwendig, seinen Namen, die Anschrift, das Geburtsdatum und seine email-Adresse einzugeben, auch wenn mit einem Gewinnspiel gelockt wird. Wenn man nämlich genau guckt, und das Kleingedruckte auf der Seite liest, steht da nämlich oft, dass man mit dem Versenden der SMS einen Vertrag eingeht, der meist nicht billig ist. Und wenn die Internetseite noch so oft mit den Schlagwörtern "free", "gratis" und "umsonst" um sich schmeißt.

Und was passiert, wenn ich jetzt die Rechnung im Haus habe?

Keine Panik, aber reagieren! In den meisten Fällen sind derartige Abzock-Angebote rechtlich nicht haltbar. Auch wenn noch so viele Paragraphen und Androhungen in der Rechnung aufgeführt werden. Hier gibt es einen Musterbrief, den ihr an das jeweilige Unternehmen schreiben könnt. Wenn ihr noch unter 18, seid könnt ihr hier einen Brief herunterladen, den eure Eltern ausfüllen können. Damit hat sich in den meisten Fällen die ganze Sache erledigt, die Unternehmen wissen selbst dass ihre Forderung nicht haltbar ist, und ihr werdet wahrscheinlich nie mehr von ihnen hören. Und falls doch, wendet euch einfach an die nächste Verbraucherzentrale.

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